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Unser Wandertipp für Nürtingen und Umgebung: die hochgepilgert-Tour

30.06.2022 12:00, Von Kai Müller — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wer in Nürtingen und Umgebung wohnt, der hat ein Wanderparadies fast direkt vor der Haustür. Doch welche Wanderung lohnt sich besonders? Heute: die „hochgehpilgert“-Tour.

Was für eine Aussicht: Blick auf Zwiefalten und das dortige Münster.  Foto: Müller
Was für eine Aussicht: Blick auf Zwiefalten und das dortige Münster. Foto: Müller

Sie sind bestens ausgeschildert, bieten abwechslungsreiche Landschaften und sind auch für Kinder fast nie langweilig. Die Rede ist von den 21 Premiumwanderwegen, die unter dem Namen „hochgehberge – Ausgezeichnet Wandern im Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ firmieren.

Dazu zählt auch die „hochgehpilgert“- Tour. Die Strecke beträgt 13,2 Kilometer. Als Wanderzeit wird dreieinhalb Stunden angegeben. Da es viel zu entdecken gibt und unterwegs viele schöne Fotomotive warten, sollte mancher Wanderer ein wenig mehr Zeit einplanen. Auf- und Abstieg halten sich mit 295 Höhenmetern die Waage.

Ganz offiziell beginnt die Wanderung im Rental in Zwiefalten. Doch wir haben uns als Start die Wimsener Höhle in Hayingen (Landkreis Reutlingen) ausgesucht. Dort gibt es einen großen Parkplatz, der sich allerdings im Lauf des Tages schnell füllt. Daher lohnt es sich, am Morgen zeitig dort zu sein. Los geht es durch ein wunderschönes, enges Tal mit moosbewachsenen Felsen, an denen sich die Zwiefalter Aach (oder auch Ach) vorbeischlängelt.

Die Wanderung führt dann in Richtung Gossenzugen. Unterwegs gibt es einen wunderbaren Aussichtspunkt mit Blick auf Zwiefalten sowie Bänke und eine Sonnenliege, die zum Verweilen einladen. Gossenzugen ist ein kleiner, malerischer Ort. Dort kann man ebenfalls gut eine Pause einlegen. Sitzmöglichkeiten stehen zur Verfügung.

Was auffällt: in Gossenzugen sind viele Häuser schön gepflegt, in vielen Vorgärten hat man blühende Grasstreifen für Insekten und Bienen stehen lassen. Knapp 200 Menschen leben dort. Weiter führt der Weg an der Aach entlang nach Zwiefalten. Dort sticht natürlich besonders das Münster zur Lieben Frau ins Auge. Das barocke Gotteshaus ist seit 1813 Pfarr- und Wallfahrtskirche, 1785 wurde die Kirche laut dem Internet-Lexikon Wikipedia fertigstellt. Durch den Klosterpark hindurch geht es dann zur Rentalhalle. Von dort führt der Weg durch die Mischwälder des Rentals.

Danach folgt der Zwiefaltener Ortsteil Sonderbuch mit seinem Kreuzweg, der in verschiedenen Schreinen den Leidensweg Jesu darstellt. Am Ende des Weges wartet auf die Wanderer eine kleine Lourdesgrotte. Wer will, kann im Ziegenhof Loretto einkehren. Dort gibt es eine Holzofenbäckerei und einen Hofladen samt Gartenwirtschaft. Geöffnet ist jeden Freitag, Samstag, Sonntag und alle Feiertage, jeweils von 14 bis 18 Uhr. Die Inhaber sind dort seit zehn Jahren tätig, davor haben sie viele Sommer lang Schweizer Senn-Alpen bewirtschaftet. Wer weiterläuft, der kommt schließlich zum höchsten Punkt des Wanderweges.

Mit etwas Glück sieht man nicht nur bis Zwiefalten, sondern sogar bis zu den Alpen und auf der anderen Seite ins ruhige Lautertal, heißt es dazu auf der Internetseite www.hochgehberge.de. Schließlich ist der Endpunkt Wimsener Höhle erreicht. Bekanntlich ist diese einzigartig in ganz Deutschland, weil man in die Höhle mit einem Boot hineinfahren kann.

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