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Über Schneckengärtner

19.07.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

BEUREN (pm). Schneckengärten haben besonders auf der Schwäbischen Alb eine lange Tradition. Flurnamen wie Schneckengarten, Schneckenberg oder Schneckenrain, besonders häufig in katholischen Gebieten zu finden, zeugen noch heute von der einstigen Bedeutung der Gärten für die zum Verzehr bestimmten Weinbergschnecken. Interessante Details zu Schneckengärten und Schneckenhändlern auf der Schwäbischen Alb gibt es am Samstag, 21. Juli, um 14 Uhr in einem so titulierten Vortrag von Professor Dr. Roman Lenz im Freilichtmuseum in Beuren. Der Referent von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen wird darstellen, wie bis ins 19. Jahrhundert hinein für viele Familien das Geschäft mit den Schnecken als willkommener Nebenerwerb diente. Die Handelsbeziehungen der Schneckenhändler auf der Schwäbischen Alb reichten bis nach Wien. In Fässern verpackt wurden die Schnecken auf der Donau bis nach Wien verschifft. Hier waren die Schwäbischen Austern besonders begehrt. Aber nicht nur in der Ferne schätzte man die eingedeckelten Schnecken, sondern gerade zur Fastenzeit in katholischen Orten auf der Schwäbischen Alb. Zur Anschauung ist übrigens auf dem Museumsgelände ein Schneckengarten samt Weinbergschnecken nach historischer Vorlage angelegt, der nach dem Vortrag gemeinsam mit dem Fachmann besucht wird.


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