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Traum vom Kunstrasenplatz geplatzt

21.07.2017 00:00, Von Mara Sander — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gemeinde erhebt Schadenersatzklage gegen Planungsbüro – Gutachten: Untergrund ist nicht geeignet

Die Gemeinde Kohlberg erhebt Schadensersatzklage gegen ein Planungsbüro wegen Fehlplanung beim Kunstrasenplatz. Das beschloss der Gemeinderat am Mittwoch einstimmig.

KOHLBERG. Auf den gewünschten neuen Kunstrasenplatz statt des vorhandenen Hartplatzes müssen die Kohlberger Sportler noch warten. Statt des für diesen Sommer geplanten Übergabetermins gibt es jetzt voraussichtlich einen Gerichtstermin, denn der Gemeinderat hat am Mittwoch einstimmig beschlossen, Schadenersatzklage gegen das Planungsbüro einzureichen.

Aus einem Gutachten geht hervor, dass der Untergrund nicht geeignet war. „Der vorgefundene Aufbau entspricht nicht dem Stand der DIN 18035/6 vom April 1978“, heißt es darin über den vorhandenen Hartplatz. Diese Tatsache hatte der beauftragte Fachingenieur offenbar nicht berücksichtigt. Der Platz weist außerdem Schäden durch die vorbereitenden Arbeiten für die Umwandlung in einen Kunstrasenplatz auf. Er ist nicht mehr nutzbar.

Wäre dem Gremium bekannt gewesen, dass der Untergrund nicht geeignet ist, wäre kein Auftrag erteilt worden. „Man hätte tief greifende Untersuchungen machen müssen“, erklärte der Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht Tilmann Mögle die Sachlage. Dem Gutachten entsprechend mache der Kunstrasenplatz wie ausgeschrieben keinen Sinn.


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