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TigeR kommt Grafenberg teurer

24.10.2019 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Tagesbetreuung wird nicht wie erwartet vom Land gefördert

GRAFENBERG (der). Die Gemeinde Grafenberg hatte beschlossen, die Hausmeisterwohnung in der Grundschule in einen Raum für eine TigeR-Gruppe umzubauen. TigeR ist „Tagesbetreuung in anderen geeigneten Räumen“ durch den Tagesmütterverein Reutlingen, also nicht in einer Kita oder Krippe und mit flexibleren Öffnungszeiten.

Für die Umbaumaßnahmen wurde ein Förderantrag aus dem Programm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017–2018“ gestellt. Maximale Förderung wären 66 600 Euro gewesen, aber für „TigeR“ gebe es weniger als für eine gemeindeeigene Kita, erklärte dazu Rita Kullen von der Gemeindeverwaltung.

Nun ist der Förderbescheid da und es gibt nur 21 600 Euro, statt den erwarteten 66 600 Euro. Damit kostet die neue TigeR-Gruppe die Gemeinde 45 000 mehr als zunächst veranschlagt. „Darauf besteht kein Rechtsanspruch“, erklärte Bürgermeister Volker Brodbeck bei der Bekanntgabe unter dem Tagesordnungspunkt „Mitteilungen der Verwaltung“.

Den Umbau mit Kosten von 160 000 Euro hatte der Gemeinderat in der letzten Sitzung beschlossen und dabei auf höhere Zuschüsse gehofft. Um die Mehrausgaben finanzieren zu können, wurde von der Verwaltung angedacht eventuell Spenden zu sammeln oder eine einmalige Spendenaktion zu starten.

Das lehnte allerdings das Grafenberger Gremium mit knapper Mehrheit ab. Die Begründung lautete, dass es sich bei der Kinderbetreuung um eine Pflichtaufgabe der Gemeinde handle, die nicht mit Spenden der Bürger finanziert werden sollte.

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