Schwerpunkte

Region

Straßen ziehen Verkehr an

05.10.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Karl-Heinz Frey, Nürtingen. Wer die letzten Verlautbarungen in Sachen neuer Straßen durchdenkt, den erfasst nicht nur das Grausen. Es ist wohl unmöglich für die Planer, eine andere Denkrichtung einzuschlagen, als neue Flächen zu überbauen. Die völlig veraltete Meinung, dass neue Straßen eine Entlastung bringen, scheint unausrottbar.

Nehmen wir die Planung zur Ortsumgehung Reudern. Eine neue Trasse bringt nicht weniger Verkehr, sondern mehr. Den haben dann vielleicht nicht die Reuderner, sondern die Nürtinger. Denn irgendwo muss es ja weitergehen. Wenn der Tunnel in Oberensingen vorhanden ist, die Wolfschlugener. Wenn der Ausbau der B313 fertig ist, die Grafenberger und Metzinger, auch Neckarhausen, und so weiter.

Nun zurück zur B297: Warum ist es nicht möglich, eine Straße zurückzuwidmen? Es ist ja eine Autobahn (B313) nach Nürtingen vorhanden. Warum wird eine Straße nicht reduziert, statt ständig parallele Verkehrswege zu bauen?

Es wäre doch wenig Aufwand, die Bundesstraße aufzuheben und eine Kreis- oder Ortsstraße zu machen, die Beschilderung zu ändern, in Reudern eine Tempo-30-Zone einzurichten. Dann könnte endlich der Radweg zwischen Nürtingen und Kirchheim vollendet werden. Denn Platz wäre damit an der Straße vorhanden. Es wäre mehr erreicht, als mit viel Geld eine zweifelhafte Lösung zu planen, die die Lebensqualität noch weiter einschränkt.


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Mit PayPal bezahlen

1,20 €

einmalig

10-Tage-Angebot

  • 10 Tage alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch
  • Mit PayPal bezahlen

5,00 €

einmalig

Digitalabo

Jetzt neu - mit PayPal bezahlen!

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • jederzeit kündbar

22,50 €

pro Monat


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 56% des Artikels.

Es fehlen 44%



Region