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Spätzle und Freihandel

09.04.2016 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hartmut Schewe, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Spätzle, Kraut und Weltpolitik“ vom 23. März. Nun sollen Deutschland und die EU alsbald mit den Segnungen von TTIP (USA) und CETA (Kanada) beglückt werden. Die beiden Abkürzungen bedeuten so viel wie: Frei-Handels-Abkommen.

Damit beginnt die Täuschung. Alle drei Wortbestandteile sind positiv – Freiheit klingt gut; ohne Handel geht gar nix; ein Abkommen entspricht einer friedlichen Übereinkunft.

Die sprachlichen Täuschungen erinnern an die der Atomlobby. Der verdanken wird auch die Wortschöpfung „entsorgt“, die suggerieren sollte, es gäbe keine Sorgen mehr mit dem teuflischen Zeugs. Während Naturschützer von „Atommülldeponien“ sprachen, säuselte die Atomlobby von „Entsorgungsparks“. Und hier schließt sich der Bogen. Der Atom-Kraftwerksbetreiber Vattenfall verklagte die BRD auf 4,8 Milliarden Schadenersatz wegen entgangenen Gewinns aufgrund eines fast vergessenen Vertragswerks aus der Zeit der Ost-West-Annäherung, das große Parallelen zu TTIP hat.

Das Verfahren läuft noch. Hier einige Punkte, soweit bekannt: Alle Verhandlungen sind geheim; Unternehmen können Staaten verklagen – aber nicht umgekehrt; TTIP und CETA können nicht gekündigt werden; Entscheidungen sind unanfechtbar.


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