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Seltsame Umsiedlung

02.09.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Maria Krennmayer, Frickenhausen. Zum Artikel Polen: Gemeinsame Geschichte aufarbeiten vom 29. August. Es ist mir ein Bedürfnis, die Meinung von Marek Jurek zu korrigieren, dass die vielen Deutschen als Umsiedler zu betrachten seien, oder will er die Geschichtsbücher umschreiben? Wir Deutschen bekennen uns auch zu allem, was von uns als Elend an anderen Völkern geschah, warum kann dies nicht auch von den Polen akzeptiert werden?

Ich kann aus eigenem Erlebnis bestätigen, dass ein Umsiedeln nicht stattfand. Für mein Empfinden und das von 14 Millionen Menschen mit vielen Toten ist und bleibt es Vertreibung. Meine Großeltern, damals schon alt, wurden binnen vier Stunden mit 20 Kilogramm Gepäck von Haus und Hof vertrieben, nicht umgesiedelt. Da ist auch Jaroslav Kacynski wohl schlecht informiert, wenn er ins gleiche Horn stößt. Meinen Eltern beziehungsweise meinem Vater wurde die Pistole auf die Brust gehalten, weil er schon die Tiere abholen wollte, noch ehe meine Eltern ins Lager kamen.

Eine Nachbarin, eine Tschechin, mit deren Familie wir jahrelang gut nebeneinander lebten, schlichtete den Streit mit der Begründung, dass die Zeit abzuwarten sei, bis die Leute weg seien. Dies soll Umsiedlung heißen, da dreht es einem den Magen um. Das Geld der Deutschen wird gerne genommen und es ist auch Geld der vermeintlichen Umsiedler dabei.


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