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Schweres Geschütz

15.05.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Nein, die Frickenhäuser haben es sich nicht leicht gemacht mit ihrem „Ochsen“. Erhalt oder Abriss – für beides gab es gute Gründe. Man hat diskutiert, gestritten. Beschlossen. Beschlüsse aufgehoben. Neue gefasst. Man hat zuletzt ein Gutachten in Auftrag gegeben. Über dieses diskutiert. Und dann kam man zu einer Entscheidung: Der „Ochsen“ wird abgerissen. Der Kompromiss: Das Fachwerk soll als ortsbildprägendes Element am Neubau erhalten werden. Siehe „Rössle“. Natürlich muss mit dieser Entscheidung nicht jeder glücklich sein. Aber: Man sollte sie akzeptieren. Denn sie ist auf demokratischem Wege zustande gekommen.

Manch einer kann mit Niederlagen im politischen Geschäft besser umgehen als der andere. Auch das ist verständlich. Aber muss man eine demokratisch gefällte Entscheidung als persönliche Beleidigung auffassen und muss man dann ganz schweres Geschütz auffahren wie SPD-Fraktionschef Jürgen Haug? Darf man einem renommierten und gemeinhin unverdächtigten Büro wie dem Büro Baldauf vorwerfen, dass es ein Gutachten nach Wunsch der Verwaltung vorgelegt hat? Und darf man der Verwaltung vorwerfen, diese habe so ein Gutachten mit einseitiger Zielvorgabe in Auftrag gegeben? Und das auch noch, nachdem man mit eigenen Augen den Zustand des „Ochsen“ gesehen hat? Und ohne dass man haltbare Argumente für diese starken Vorwürfe auftischte? Wer das tut, scheint gewillt zu sein, im Dorf wieder Gräben aufzureißen und die persönliche Meinung über alles andere zu stellen. Denn man darf kämpfen, man muss aber auch eine Niederlage hinnehmen – und zwar so, dass man allen Beteiligten noch ins Auge blicken kann und mit ihnen zum Wohle der Gemeinde die nächsten Herausforderungen angehen kann.


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