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Ritzen und Mobbing unter Jugendlichen nehmen zu

01.09.2017, Von Claudia Bitzer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Psychologische Beratungsstellen des Kreisdiakonieverbands legen Bericht vor – 2000 Menschen haben 2016 ihre Hilfe gesucht

Gleichbleibend hoch ist die Zahl der Menschen, die in den Psychologischen Beratungsstellen des Kreisdiakonieverbands Esslingen Hilfe suchen, sagt Kreisdiakonie-Geschäftsführer Eberhard Haußmann. Im vergangenen Jahr waren das 1200 Einzelfälle mit rund 2000 Betroffenen.

Die Probleme, mit denen sie in den Anlaufstellen in Esslingen und auf den Fildern aufschlagen, haben sich freilich verändert. „Mobbing an der Schule ist gerade ein ganz großes Thema. Aber auch Selbstverletzungen wie das Ritzen“, berichten Gunhild Ilisei, Leiterin der Esslinger Einrichtung, und ihre Filder-Kollegin Elisabeth Rümenapf übereinstimmend.

Beim Mobbing stehe man dennoch erst bei den Anfängen, verweisen die beiden auf die vielfältigen Kanäle der digitalen Verbreitung. Beim Ritzen, mit dem sich die Betroffenen Erleichterung ihres seelischen Drucks verschaffen wollten, müsse man hingegen unterschieden, wer wirklich von diesem folgenschweren Leiden betroffen sei und wer es nur einmal ausprobiere, um mitreden zu können. Ilisei: „Jeder Zweite in einer Klasse hat sich schon einmal selbst verletzt.“ Dafür sei die Aufmerksamkeitsstörung ADHS, seinerzeit oftmals nur mit einer Laiendiagnose hinterlegt, lange nicht mehr so großes Thema wie noch vor zehn Jahren.


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