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"Rindviecher"

10.11.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Karl Kemmner, Unterensingen. Zum Artikel Schmutzt wie ein Auto vom 6. November. Seitdem es den Klimawandel gibt und man von der Reinhaltung der Luft spricht, suchen viele eifrig nach Schuldigen oder Mitschuldigen, oft um Schlimmeres zu vertuschen. Am 6. November war eine Allgäuer Kuh das Titelbild der Nürtinger Zeitung. Sie soll, der Wertigkeit ihrer Abgase nach, einem Kleinwagen vergleichbar sein. Von 1,8 Prozent Beteiligung am Gesamten war in einer Fachzeitung die Rede. Und das unwiderruflich, denn wenn eine Kuh nicht mehr atmet und wiederkäut, ist sie tot.

Ohne Kühe wäre aber das Allgäu kein Allgäu mehr, so wie viele Rebhänge ohne den Weinbau düstere Geröllhalden wären. Selbst wenn die Landwirtschaft mit 11 Prozent dabei wäre: Wir könnten eher mit dem Auto statt allein öfter zu zweit oder zu dritt fahren, aber ohne Milch für die Säuglinge und die tägliche Butter geht es wohl nicht. Diejenigen, die sich noch an die Zeit der Rationierung erinnern, werden mir beipflichten. Außerdem: Haben unsere Viehweiden nicht auch positive Umweltwerte? Wenn die Naturschützer aber die Milchtrinker und Butteresser steuerlich schröpfen wollen, sollten sie sich an das Geschrei erinnern, das losging, als die Milch kürzlich um ein paar Cent teurer wurde. Wir sollten also nie zu voreilig sein, sagten doch schon die Römer: Bei allem, was du tust, bedenke das Ende!


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