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Rechtssicherheit für Notfallsanitäter

07.11.2019 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

MdB Michael Hennrich informierte sich bei Rettungsdiensten

NÜRTINGEN (pm). Als Mitglied des Gesundheitsausschusses traf sich der Nürtinger Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich kürzlich mit Vertretern des Deutschen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes und des Arbeiter-Samariter-Bundes in Nürtingen, um sich über die aktuelle Situation zu informieren und abzuklopfen, wo aus Sicht der Rettungsdienste Handlungs- und Klärungsbedarf besteht.

Seit 2014 gibt es in Deutschland das Berufsbild des Notfallsanitäter; er löste den Rettungsassistenten ab. Die Ausbildung dauert drei Jahre in Vollzeit. Der Notfallsanitäter wird dazu ausgebildet, eigenverantwortlich medizinische Maßnahmen zu ergreifen.

Aufgrund der bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen sei es für Notfallsanitäter derzeit aber nur eingeschränkt möglich, ihr Können anzuwenden, ohne sich dabei der Gefahr einer strafrechtlichen Verfolgung ausgesetzt zu sehen, hieß es aus der Runde. Hintergrund sei, dass der im Heilpraktikergesetz verankerte Heilpraktikervorbehalt eine Einwilligung des Patienten gegenüber dem Notfallsanitäter unmöglich mache. Heilkundliche Maßnahmen dürften laut Gesetz nur in bestimmten Berufen eingesetzt werden, der Notfallsanitäter gehöre nicht dazu. Dieser wisse zwar genau, was zu tun sei, wenn ein Patient in Lebensgefahr schwebe. Nur dürfe er es nicht tun. Oder nur unter bestimmten Umständen – und die seien kompliziert.


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