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Rätsel um Tempo-30-Verkehrszeichen auf der Weiler Steige gelöst

01.08.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Fotos: Holzwarth
Fotos: Holzwarth

Manch spannende Spurensuche fängt ganz harmlos an. So erreichte unsere Redaktion dieser Tage die Anfrage eines Cabriofahrers, der im Zuge einer sonntäglichen Genießertour auf der Weiler Steige von Beuren nach Erkenbrechtsweiler eines der oben abgebildeten Verkehrszeichen erblickte, korrekt das Tempo drosselte und im weiteren Verlauf der Strecke Opfer eines lebhaften Hupkonzerts gepaart mit Unmutsäußerungen wurde. Ein Autofahrer habe ihn sogar trotz Überholverbots überholt und dabei noch einen entgegenkommenden Radfahrer gefährdet. Dabei habe er sich nur eisern an Tempo 30 gehalten. Im Zuge dieses Automobilisten-Abenteuers kam die Frage auf, seit wann dort Tempo 30 gilt und warum. Ein Anruf im Rathaus Erkenbrechtsweiler erbrachte als Ergebnis, dass das wohl der Beurener Bürgermeister Gluiber gewesen sei. Der aber teilte mit, er wisse von nichts. Ein Anruf bei der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises endete mit dem Rat, man solle sich an Bürgermeister Gluiber wenden, der wisse Näheres. Der Beurener Schultes ließ auch auf abermalige Nachfrage wissen, dass das ein Irrtum sei. Die Pressestelle des Landkreises wusste schließlich des Rätels Lösung. Aufgestellt habe das Verkehrszeichen das Landratsamt, wurde auf Nachfrage mitgeteilt. Die Beschilderung resultiere aus einer Besprechung der Unfallkommission im Landratsamt vom November 2019 zum Thema Unfallhäufungs- und Motorradunfallstellen. Der entsprechende Streckenabschnitt sei als sogenannte Unfallhäufungslinie genannt worden. Auf der Steige passierten verstärkt Unfälle vorwiegend von Zweiradfahrern. Deshalb sei im Bereich der Haarnadelkurve zunächst versuchsweise für ein Jahr in beide Fahrtrichtungen das Schild mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde aufgestellt worden. Die Kombination der beiden Verkehrszeichen besagt übrigens, dass nach dem Durchfahren zweier Kurven Tempo 30 automatisch aufgehoben ist. vh/Fotos: Holzwarth

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