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Räte sehen Lärm-Display nicht als die Lösung an

25.09.2019 00:00, Von Lutz Selle — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In Beuren kommt es zu einer längeren Diskussion über Motorenkrach – Verwaltung soll andere Lärmschutzmaßnahmen prüfen

Regelmäßig beschweren sich Bürger in Beuren über Lärm, verursacht durch Motorräder und getunte Autos. Für eine Linderung hätte ein Dialog-Display sorgen können, mit dem die Verkehrsteilnehmer für die Lärmbelästigung sensibilisiert werden sollen. Der Gemeinderat lehnte die Anschaffung des Geräts ab und möchte andere Lärmschutzmaßnahmen geprüft haben.

Der durch beschleunigende Motorräder entstehende Lärm stört viele Bewohner im Kurort Beuren.  Foto: Adobe Stock
Der durch beschleunigende Motorräder entstehende Lärm stört viele Bewohner im Kurort Beuren. Foto: Adobe Stock

BEUREN. Lauter Motorenlärm ist häufig auf der Landesstraße 1210 zu hören. Besonders laut wird es, wenn Motorräder oder getunte Fahrzeuge aus dem Tunnel an der Ortsausfahrt in Richtung Owen kommen und am Berg beschleunigen. Dabei wirkt der Tunnel wie ein Verstärker. Auch das Beschleunigen entlang der Erkenbrechtsweiler Steige ist bei großer Beschleunigung nahezu im ganzen Ort zu hören. Ordnungsamtsleiterin Alexandra Bohl hat sich damit auseinandergesetzt und eine Konferenz des Landesverkehrsministeriums zum Thema besucht. Als eine Möglichkeit zur Abhilfe stellte sie in der Gemeinderatssitzung am Montagabend die mögliche Anschaffung eines Dialog-Displays vor. Eine Anzeigetafel an der Straße soll die Verkehrsteilnehmer für die Lärmbelästigung sensibilisieren. Eine Messstation kann die Fahrzeuge zählen, die Geschwindigkeit messen sowie die Lautstärke, die Länge und die Achsenzahl. Die Daten werden an das Display in 80 Metern Entfernung übermittelt, das dann „Danke“, „Langsam“ oder „Leise“ anzeigen kann. Zudem ist darauf ein Kind zu sehen, das sich die Ohren zuhält. Gutachten hätten ergeben, so Bohl, dass die Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer mittels Lärmdisplays „die besten Ergebnisse zur Lärmreduzierung ergeben“ hätten. Das Gerät kostet 17 500 Euro. Ein Förderantrag sei bereits von der Gemeinde gestellt und mit 4000 Euro positiv beschieden worden, womit sich die Kosten auf 13 500 Euro verringern.


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