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Protest gegen Fildermesse

06.09.2005 00:00, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Zwei Mitglieder der Schutzgemeinschaft zu Geldbußen verurteilt

Das Gericht nannte es eine Ordnungswidrigkeit, die zwei Angeklagten betrachteten es als eine Sache auf Leben und Tod. Denn, so argumentierten sie, wenn weiterhin wie mit der Fildermesse Krieg geführt werde gegen die Natur, dann könne es „für unsere Kinder keine Zukunft geben“. Mit der Fildermesse würden 150 Hektar wertvollstes Ackerland unwiderruflich verloren gehen. Eine Erweiterung des Killesbergs hätte dagegen nur sieben Hektar gekostet.

Bei den zwei Angeklagten, die gestern vor dem Nürtinger Amtsgericht standen, handelt es sich um Mitglieder der Schutzgemeinschaft Filder e.V. Einer von ihnen ist 50 Jahre alt und stammt aus Calw, wo seine Frau einen Ökoladen betreibt. Der Mitangeklagte, 34 Jahre alt und ledig, stammt aus Stuttgart und studiert in Tübingen Politikwissenschaften und Soziologie.

Beide sehen durch den derzeitigen Landverbrauch die Lebensgrundlage der Gesamtheit gefährdet. Am 1. September vergangenen Jahres hatte die Schutzgemeinschaft zu einem Protest gegen die Fildermesse aufgerufen.

Das Ordnungsamt der Stadt Leinfelden-Echterdingen hatte die Demonstration genehmigt, allerdings beschränkt auf die Zeit zwischen sieben und zehn Uhr in der Frühe. Nach Ablauf der Zeitspanne löste die Stadt mittels Lautsprecherdurchsage die Demonstration auf. Bis auf zwei Teilnehmer entfernten sich die Demonstranten in Richtung Heerstraße.


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