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Passt ins Superwahljahr

21.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Johann Kostalek, Ostfildern-Scharnhausen. Zum Artikel „Rente soll deutlich steigen“ vom 14. März. Für die adjektivische Übertreibung „deutlich“ fehlt mir jegliches Verständnis. Die geplante Rentenerhöhung in Höhe von 2,5 Prozent brutto ist de facto nichts anderes als eine eklatante Diffamierung respektive Verhöhnung der zirka 20 Millionen Rentner. In den vergangenen Jahren musste diese Bevölkerungsschicht enorme Kaufkrafteinbußen, bei einigen Nullrunden und beschämenden Erhöhungen mit Null vor dem Komma, hinnehmen. Ein Rentner mit 1000 Euro würde eine monatliche Erhöhung von brutto 25 Euro erwarten. Durch die geplante, wohlgemerkt, temporäre Absenkung des Krankenversicherungsbeitrages (Augenwischerei) kämen noch zirka fünf Euro hinzu, wobei fast jeder weiß, dass horrende Kostensteigerungen bei diesem fatalen Gesundheitssystem künftig noch zu erwarten sind. Man sollte mal Politikern eine Diätenerhöhung von 30 Euro anbieten!

Welche reale Kaufkraft bietet solch eine Erhöhung? Darüber sollten einige nachdenken, die finanziell unabhängig sind. Zum Gesamtkalkül sind auch die Prognosen für die nächsten Jahre miteinzubeziehen, die äußerst düster aussehen. Setzt man der geplanten Rentenerhöhung eine Inflationsrate von 0,8 Prozent entgegen und simuliert den Rentnern die rechnerische Erhöhung der Kaufkraft, so ist dies nichts anderes als eine „Milchmädchenrechnung“, oder besser gesagt eine Verdummung sondergleichen.


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