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Passen anonyme Gräber zum Dorf?

18.07.2011 00:00, Von Mara Sander — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Erweiterung der Urnenwand führt erneut zu Diskussion

KOHLBERG. Der Gemeinderat Kohlberg wollte am Freitag eigentlich nur über die Vergabe der Arbeiten für die Erweiterung der Urnenwand auf dem Kohlberger Friedhof abstimmen, aber in der Diskussion ging es um die grundsätzliche Entscheidung, wie ein anonymes Grabfeld aussehen könnte.

Der Vorschlag von Landschaftsarchitekt Roland Lengtat war dem Gremium eindeutig zu teuer, das war schon in der letzten Sitzung klar zum Ausdruck gekommen. Nun stand zur Diskussion, ob das Angebot einer Bürgerin angenommen werden könnte, einen Grabstein zu spenden, auf dem nur die Beschriftung ausgetauscht werden müsste. Lengtat, der dieser Lösung aus gestalterischer Sicht ablehnend gegenübersteht, schlug vor, auch das Kreuz zu entfernen und ein allgemeines Symbol zu wählen, löste damit allerdings Empörung aus. „Das Kreuz finde ich gut, wir sind eine christliche Gesellschaft“, so Gemeinderat Ulrich Immlers Entgegnung.

Grundsätzlich gefällt Immler die vorgeschlagene Lösung mit dem Grabstein nicht schlecht, er bemängelte aber, „dass wir wieder am gleichen Punkt diskutieren wie bisher“, nämlich über die grundsätzliche Frage, ob ein anonymes Grabfeld überhaupt nötig ist und wie es angelegt sein sollte. Der Platz ist vorhanden, über die Nachfrage herrscht Unklarheit.


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