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Partnerschaft soll vertieft werden

28.07.2017 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Erweiterung der Vergärungsanlage in Leonberg wird untersucht

(pm) Die Landkreise Böblingen und Esslingen arbeiten seit rund 23 Jahren bei der Verwertung von Bioabfällen zusammen. Der Landkreis Böblingen ist mit 20 Prozent an der Kompostwerk Kirchheim GmbH im Landkreis Esslingen beteiligt. Derzeit lassen die beiden Landkreise prüfen, ob diese Partnerschaft in Zukunft vertieft werden kann. Geprüft wird, ob die Bioabfälle aus dem Landkreis Esslingen auf dem Gelände der Vergärungsanlage in Leonberg in einer zusätzlichen Vergärungsstufe behandelt werden können, bevor der verbleibende Gärrest gemeinsam mit den Gärresten aus dem Bioabfall des Landkreises Böblingen im Kompostwerk in Kirchheim weiterverarbeitet wird. Damit – so die Erwartung – könnte die Energieausbeute aus dem Biomüll weiter optimiert werden. Untersucht wird nun, wie die Vergärungsanlage in Leonberg dafür in Zukunft aufgestellt sein müsste und welche Auswirkungen dies auf das Kompostwerk in Kirchheim hat. Die beiden Landräte Roland Bernhard (Böblingen) und Heinz Eininger (Esslingen) sind sich aber sicher, dass in einer Vertiefung der interkommunalen Zusammenarbeit großes Potenzial stecke und weitere Synergieeffekte erreichbar sind, mit denen die Bioabfallbehandlung beider Kreise ökologisch zukunftsfähig entwickelt werden kann. Mit ersten Ergebnissen der beauftragten Untersuchung rechnen die Verantwortlichen bis Ende dieses Jahres.

Im Landkreis Böblingen fallen pro Jahr etwa 34 000 Tonnen Bioabfälle an, im Kreis Esslingen sind es rund 37 500, die bisher komplett im Kompostwerk verarbeitet werden. Im Kompostwerk werden pro Jahr rund 16 500 Tonnen hochwertiger Kompost produziert.

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