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Norgren-Mitarbeiter demonstrieren für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze

13.02.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Norgren-Mitarbeiter demonstrieren für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze

Die rund 120 Mitarbeiter des Großbettlinger Norgren-Werks (früher Herion) wollen die Schließung ihres Betriebs nicht klaglos hinnehmen. Am gestrigen Montag zogen sie in einem Protestmarsch vom Firmengebäude durch die Albstraße und die Nürtinger Straße bis zum Kreisverkehr und stellten dort für jeden Arbeitsplatz ein Holzkreuz auf. Herion Großbettlingen darf nicht sterben Wir kämpfen um unsere 120 Arbeitsplätze steht darauf. Die Konzernleitung des zum amerikanischen IMI-Konzerns gehörenden Unternehmens hatte am Montag vor einer Woche bei einer Betriebsversammlung die Verlagerung von Entwicklung und Service ins Werk nach Fellbach und der Produktion nach Tschechien bekannt gegeben (wir berichteten). Zur Begründung hieß es, der Schritt sei notwendig, um die Kostenstruktur zu verbessern und damit dem hohen Kosten- und Margendruck in der Branche zu begegnen. Norgren in Großbettlingen macht Pneumatik-Komponenten für die Nutzfahrzeug-Industrie. Für Jürgen Groß-Bounin von der IG Metall ist dies eine rein finanzielle Entscheidung, ohne soziale Verantwortung. Der Großbettlinger Betrieb schreibe schwarze Zahlen, aber halt zu wenig. Die Entscheidung werde in Amerika getroffen. Nicht zuletzt deshalb werde es nicht einfach werden, etwas zu erreichen. Der Gewerkschafter verweist aber auf das Beispiel Hydraulik-Ring in Nürtingen, wo es nach zunächst aussichtslosem Stand doch noch gelungen sei, die Geschäftsleitung zu überzeugen, die Produktion hier zu behalten. Der Wegfall der 120 Arbeitsplätze und acht Ausbildungsplätze bei Norgren wäre für die betroffenen Familien und für den Ort eine Katastrophe, sagt Groß-Bounin. Ein Großteil der Beschäftigten arbeite in der Montage und sei über 40 Jahre alt mit entsprechend schwierigen Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Wir werden kämpfen, kündigt auch Betriebsratsvorsitzender Hermann Metzger an. Die gestrige Aktion soll nicht die letzte gewesen sein. Die Gewerkschaft werde die Geschäftsleitung zu Tarifverhandlungen auffordern, kündigt Groß-Bounin an: Wir wollen eine Standortsicherung für Großbettlingen. rik


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