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Nicht mehr Patient sondern nur noch Fall

11.05.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lydia Hofstadt, Erkenbrechtsweiler. In der letzten Aprilwoche wurde ich als Notfall mit Verdacht auf Herzinfarkt in das Krankenhaus Kirchheim eingeliefert. Was ich da erleben musste treibt mir heute noch den Blutdruck auf 180 hoch. Bereits in der Aufnahme bekam ich einen Vorgeschmack auf das, was mich hier erwartete. Eine junge Studentin erfragte meine Beschwerden und machte darüber Notizen. Nach geraumer Zeit kam ein junger Arzt mit diesen Unterlagen, sah mich von oben bis unten vorwurfsvoll an und begrüßte mich mit den Worten – Bluthochdruck und Übergewicht.

Mit hochrotem Gesicht erwiderte ich – fast 80 Jahre alt und seit mehr als 30 Jahren exakt das gleiche Gewicht (BMI 25,4). Nach Blutuntersuchungen und EKG wurde ich auf die Station gebracht. Die Zimmergenossin war eine ältere, türkische Frau, die kaum Deutsch sprechen und verstehen konnte, die halbseitig gelähmt und voller blauer Hämatome am ganzen Körper war. Am nächsten Tag wurde eine weitere Patientin ins Zimmer gebracht. Auf meinen Einwand, dass ich gemäß Behandlungsvertrag als Privatpatientin für ein Zweibettzimmer bezahle, wurde ich gefragt, wen man dann verlegen solle? Wir blieben zu dritt. Die Schwestern auf dieser Station waren total überfordert und daher oft unfreundlich und wenig hilfsbereit.


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