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Nicht jedem Windhauch nachgeben

24.05.2013 00:00, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die zweifelhafte Karriere eines jungen Mannes – Zu anderthalb Jahren Haft verurteilt

NÜRTINGEN. Der Vater warf ihn aus dem Haus, die Mutter rannte hinter ihm her. Vor Gericht stand der 20-Jährige wegen Beleidigung. Er hatte den Polizeibeamten, die er selbst gerufen hatte, das A-Wort an den Kopf geworfen und sie als Bastarde, Blödmänner und Hurensöhne beschimpft. Den Beamten war das eindeutig zu viel und sie erstatteten Anzeige. Sie kannten ihren Pappenheimer. Er hatte sie in den letzten Jahren 27-mal per Notruf alarmiert.

Seine konträr zum Gesetz verlaufende Karriere hatte schon früh begonnen. Bereits in der Schule hatte er Lehrer und Hausmeister beleidigt. Immerhin schloss er die Hauptschule ab. Was allerdings dann folgte, war nur eine Fortsetzung der schulischen Auffälligkeiten. Alle Regeln mochten für andere gelten, nicht für ihn.

Jugendrichterin Astrid Hagen suchte den Dingen auf den Grund zu gehen. Dabei kam es zu so vielsagenden Dialogen wie dem folgenden: Richterin: „Haben Sie einen Beruf gelernt?“ – „Nein.“ – „Warum nicht?“ – „Weil ich dort Probleme mit den Leuten hatte.“ – „Warum sind Sie entlassen worden?“ – „Weil ich verschlafen hatte.“ – „Warum hatten Sie verschlafen?“ – „Weil ich getrunken hatte.“ – „Warum hatten Sie zu Hause Schwierigkeiten?“ – „Mit meinem Vater lief’s nicht gut.“


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