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Neuffener Haushalt mit dickem Minus

25.03.2021 05:30, Von Philip Sandrock — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gemeinderat beschließt Haushalt mit einem Defizit von rund 660 000 Euro

In Neuffen kommt gerade einiges zusammen: große Investitionen, weniger Einnahmen und die Umstellung auf das neue Haushaltsrecht. Das führt im Ergebnis dazu, dass für das Jahr 2021 mit einem Minus von 659 500 Euro gerechnet wird. Außerdem muss die Stadt neue Schulden machen, um die Großprojekte zu finanzieren.

Die Mensa ist einer der großen Investitionsposten der Stadt. Foto: Holzwarth
Die Mensa ist einer der großen Investitionsposten der Stadt. Foto: Holzwarth

NEUFFEN. Die Kreditaufnahmen kommen allerdings nicht überraschend: Schon bei der Planung war Verwaltung und Gemeinderat klar, dass Großprojekte wie die Sanierung der Stadthalle und der Neubau der Mensa nicht aus dem laufenden Betrieb finanziert werden können. Doch zu den Mehrkosten kommen Wenigereinnahmen: Allein 160 000 Euro weniger Einkommenssteuer und 217 000 Euro weniger Schlüsselzuweisungen kommen dieses Jahr vom Land. Außerdem macht dem Kämmerer ein weiterer außerplanmäßiger Posten zu schaffen: Die Sanierung des Großen Hauses muss vorgezogen werden – das reißt eine Lücke von über 400 000 Euro in den Stadthaushalt. Schlagen Mehrkosten bei den Umlagen, dem Personal, der EDV-Ausstattung und der Kinderbetreuung zu Buche. „Wären die Abschreibungen nicht wie im alten Jahr, hätten wir einen ausgeglichenen Haushalt“, so Kämmerer Bernd Eggstein im Gremium. Außerdem verschärfe die Umstellung auf das neue kommunale Haushaltsrecht die Lage. Hier werden die Posten wie die Sanierung des Großen Hauses nämlich anders verrechnet, als im alten kammeralen Haushaltsrecht. Die Stadt hat zu Beginn des vergangenen Jahres auf das neue Haushaltsrecht umgestellt. Noch fehlt jedoch die Eröffnungsbilanz, in der alle Werte der Stadt erfasst werden. Das Erstellen sei sehr zeitaufwendig, betonte der Kämmerer, daher dauere es noch bis nach der Sommerpause, bis die Bilanz präsentiert werden könne.


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