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Nationaler Größenwahn?

15.03.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Fritz Immel, Neckartailfingen. Zur Umfrage der Woche vom 10. März. Wenn man den CO2-Ausstoß der EU und der anderen großen Länder, wie er in der Samstagsausgabe stand, addiert und noch etwas für Afrika und Südamerika dazutut, kommt man auf einen CO2-Ausstoß von etwa 20 000 Millionen Tonnen weltweit.

Um den Klimawandel aufzuhalten, müsste der weltweite CO2-Ausstoß um schätzungsweise zehn Prozent reduziert werden. Der Anteil Deutschlands beträgt etwa 4,4 Prozent. Selbst wenn wir unsere Emissionen um 20 Prozent reduzieren, wäre das weniger als ein Prozent des weltweiten Ausstoßes und würde überhaupt nichts bewirken.

Der jährliche Zuwachs liegt weit über dem, was wir selbst mit größten Anstrengungen einsparen könnten. Wenn nicht die großen Länder wie USA, China und Russland umsteuern von Zuwachs auf Reduzierung, dann wird der Klimawandel zügig weitergehen.

Die politische Diskussion über den Klimawandel in Deutschland erweckt den Eindruck, als wären wir wieder von nationalem Größenwahn befallen. Angesichts dieser Größenordnung darüber zu diskutieren, ob der Einzelne nun noch in den Urlaub fliegen soll oder nicht, hilft nichts und wird dem Riesenproblem nicht gerecht.


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