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Nachdenken über Ewigkeit

20.11.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vor einiger Zeit wurde ich Zeuge des folgenden Gesprächs:

Ein Telefonanruf: „Haben Sie schon über Ihre Rente nachgedacht?“ Die Antwort: „Ja, ich habe schon über meine Rente nachgedacht.“ Doch die wichtigere Frage scheint mir: „Haben Sie schon über die Zeit danach – die Ewigkeit – nachgedacht?“ Eine ungewöhnliche, vielleicht sogar peinliche Frage. In unserer schnelllebigen Gesellschaft bleibt kaum Zeit, sich damit auseinanderzusetzen. Und doch eine Frage, die die Menschen beschäftigt. Sie wird manchmal weggeschoben, und doch wird man immer wieder von ihr eingeholt. Vielleicht gerade jetzt, wenn die Tage kürzer werden, die Natur sich zurückzieht.

Die Lebenszeit rinnt unaufhaltsam dahin. Sie möchte aufgehalten werden, wie dies das „teatro piccolo“ bei einem Spaziergang über den Nürtinger Waldfriedhof eindrücklich zeigte: Hier war ein mit Sand gefüllter und mit kleinen Löchern versehener Zinkeimer an einem Baum aufgehängt. Eine Frau versuchte vergeblich mit ihren Fingern, die Löcher zuzuhalten. Es gelang nicht. Verzweifelt versuchte sie den herausrinnenden Sand wieder in den Eimer zurückzuwerfen. Selbst mit ihrem Kleid bemühte sie sich den Sand aufzufangen. Nichts half. Der Sand strömte heraus. Das Leben verrinnt. Da stellt sich die Frage, was kommt danach. Ist das hier auf dieser Erde alles?


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