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Nachbarschaftshilfe im großen Stil

20.06.2007 00:00, Von Jörn Kehle — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Nachbarschaftshilfe im großen Stil

Tauschring Aichtal stellt sich vor Der Fantasie, was getauscht werden kann, sind kaum Grenzen gesetzt

AICHTAL. Peter hat einen Rasenmäher, den er an Gerhard verleiht. Dafür bekommt er Aichtaler gutgeschrieben und lässt sich dafür von Michael die Fenster putzen. Michael bekommt auch Aichtaler, weil er während Barbaras Urlaub ihre Katze gefüttert hat. Gerhard wiederum verleiht CDs und DVDs. Andere backen Kuchen, sitten Babys oder bauen Weidenhäuser und bekommen als Gegenleistung kein Geld, sondern sogenannte Aichtaler, eine lokale Währung, mit der sie bei anderen kleine Dienstleistungen bezahlen können. Das Ganze nennt sich Tauschring. Seit acht Jahren gibt es auch in Aichtal einen solchen Tauschring mit rund 120 Mitgliedern, Tendenz steigend.

Die Idee eines Tauschrings stammt von Michael Linton, der 1983 den ersten Tauschring in Kanada gründete. Das Ziel eines Tauschrings ist Nachbarschaftshilfe im Netzwerk einer Tauschgemeinschaft. Grundelemente sind ein nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtetes System, das ohne Bargeld funktioniert. Lediglich Materialkosten werden erstattet. Jeder Teilnehmer erhält ein Konto, auf dem die lokale Tauschwährung, im Aichtal heißt sie Aichtaler, gutgeschrieben werden. Das Konto beginnt bei null, Kosten oder Einnahmen aus Zinsen gibt es nicht. Innerhalb des Tauschrings werden Kontostände und Umsatzvolumen offengelegt.


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