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Muss widersprechen

31.07.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sven Ledebrink, Unterensingen. Zum Leserbrief Steuer für Radfahrer? vom 27. Juli. Herr Giesel spricht mir aus der Seele mit seiner Frage, warum mehr Radwege gebaut werden sollen. Es gibt nämlich keinen Grund dafür. Radwege sind nur mit hohem Aufwand in Ordnung zu halten. Radwege sind gefährlich, an jeder Kreuzung, an jeder Ausfahrt erhöht ein Radweg das Unfallrisiko um das Zwölffache. Und teuer sind sie auch. Weg damit!

Leider enden bereits jetzt die Gemeinsamkeiten, beziehungsweise einige Aussagen von Herrn Giesel sind schlicht falsch. Kfz- und Mineralölsteuer wandern in einen großen Topf und werden nicht zweckgebunden ausgegeben. Es gibt nur sehr wenige Nur-Radfahrer. Fast alle Radfahrer bezahlen also auch Kfz-Steuern. Außerdem aber auch noch Mehrwertsteuer beim Erwerb eines Fahrrades oder Zubehör. Vor allem Rennradler investieren sehr viel in ihr Hobby und sichern damit zusätzlich Arbeitsplätze (Bekleidung, Ersatzteile). Wenn man den Gedanken konsequent weiterführt, dass nur derjenige Verkehrswege gebaut bekommt, der die entsprechenden Steuern bezahlt, wieso gibt es dann so viele Gehwege? Werden die aus der Mehrwertsteuer der Schuhverkäufe bezahlt? Alleine durch das Benutzen der Straße verhält sich niemand rücksichtslos. Oder befürchtet Herr Giesel, dass er irgendwo zu spät ankommt, weil er einen Radfahrer nicht überholen konnte?


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