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Multikulti und Gutmenschen

27.07.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dr. Valentin Schoplick, Schlaitdorf. Die Fußball-WM hat uns mit gelassenem, unverkrampftem Patriotismus eine schöne Zeit mit Fähnchen, Begeisterung und auch mit Toleranz gegenüber anderen Völkern beschert. Das war Multikulti in Reinkultur.

Multikulti ist inzwischen zu einem Schimpfwort geworden. Zu Unrecht: Es gehört, um es etwas pathetisch auszudrücken, zur Würde unserer Nation, tolerant und vernünftig mit unseren Immigranten umzugehen. Das beinhaltet die Anerkennung unterschiedlicher Lebensweisen, zum Beispiel auch des Kopftuchs (bei Lehrerinnen mag das vielleicht etwas anderes sein). Unbedingte Voraussetzung für Einwanderer ist die Anerkennung unseres Grundgesetzes und das Leben nach unseren Gesetzen. Viel mehr sollte man nicht verlangen.

Ein weiteres Schimpfwort: Gutmenschen (sind das Gegenteil davon die Schlechtmenschen?), oder ganz schlimm: Alt-68er. Damit sind dann oft die gemeint, die sich aktiv um Integration bemühen. Sie sind nicht blauäugig und kennen aus der Praxis die Schwierigkeiten, die mit Integration verbunden sind, die Abkapselung vieler Immigranten, den Fundamentalismus von Randgruppen und so weiter. Sie wissen, dass das Erlernen der deutschen Sprache eine wichtige Voraussetzung ist, um in unserer Gesellschaft zu bestehen und nicht an den Rand gedrängt zu werden. Sie bemühen sich um sprachliche Förderung. Auch in Nürtingen gibt es Organisationen dieser Art, zum Beispiel den Arbeitskreis Asyl.


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