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Mit wenigen Euro Leben retten

07.06.2014 00:00, Von Harald Flößer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kreisfeuerwehr rät dringend zum Einbau von Rauchmeldern in Schlafzimmer und Aufenthaltsräume

Nur eine Lungenfüllung Brandrauch einzuatmen kann schon tödlich sein. Für Bernhardt Dittrich ist das ein schlagendes Argument, jede Wohnung schnellstens mit Rauchmeldern auszustatten. „Das sind die besten Lebensretter“, sagt der Kreisbrandmeister. Jedem sei dringend anzuraten, zur eigenen Sicherheit diese nur wenige Euro kostenden Geräte anzubringen.

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Alles Wichtige zum Thema Rauchmelder

Weil in Wohnräumen heute viel mehr Kunststoffe zu finden sind, hat sich die Brandgefahr erheblich vergrößert. Gerade in Kinderzimmern häufen sich besonders gefährliche Objekte wie Matratzen, Polstermöbel und elektrische Geräte. Ein Versuch der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung hat 2006 erschütternde Ergebnisse gebracht: Bereits zwei Minuten nach dem Entzünden einer Schaumstoffmatratze mit einem Teelicht brannte ein Kinderzimmer lichterloh. Nach vier Minuten war ein sogenannter Vollbrand erreicht. Das heißt, Flammen schlugen aus dem Fenster.
Brandrauch ist immer giftig. Er enthält zum Beispiel Salzsäure- und Blausäuredämpfe, Kohlendioxid und Kohlenmonoxid.
Ab sechs Euro aufwärts gibt es schon eine ordentliche Qualität von Rauchmeldern. Ein „Q“ in Verbindung mit dem Prüfzeichen von VdS oder Kriwan ist ein unabhängiges Qualitätszeichen für hochwertige Rauchmelder. Um den jährlichen Batterieaustausch zu vermeiden, empfehlen Feuerwehrfachleute Rauchmelder, die inklusive Batterie eine Lebensdauer von bis zu zehn Jahren haben. Für solche Geräte muss man allerdings etwa 40 Euro investieren.
Für einen Mindestschutz werden Rauchmelder im Flur, im Kinder- und im Schlafzimmer empfohlen. Als optimal gilt, wenn sie auch in Wohn- und Hobbyräumen, in Küchen mit Dunstabzug, auf dem Dachboden und im Heizungskeller angebracht werden. Ein Sonderschutz ist für die Küche ein Gerät mit Stummschaltung.
Anbringen sollte man sie in der Deckenmitte. Der Raum darf nicht höher als sechs Meter sein und die zu schützende Fläche nicht größer als 60 Quadratmeter.

DEIZISAU. Jedes Jahr sterben bundesweit etwa 400 Menschen durch Brände. Bei den meisten ist eine Brandvergiftung die Todesursache. Zwei Drittel aller Brandopfer werden nachts im Schlaf überrascht. Die Gefahr sei deshalb groß, weil beim Schlaf der Geruchssinn nicht funktioniere, erklärt Kreisbrandmeister Dittrich.


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