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Mit Bratpfanne geschlagen

02.09.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NÜRTINGEN (ak). Weil sich eine Frau mit der Betreuung ihrer Mutter überfordert fühlte, ging sie aus Verzweiflung mit einer Bratpfanne auf sie los. Im Nürtinger Amtsgericht wurde sie nun zu 100 Arbeitsstunden verurteilt.

„Sie muss ins Heim, ich pack das nicht mehr“, beschrieb die Angeklagte vor Gericht kurz vor der Tat. Die Angeklagte gestand, auf ihre pflegebedürftige Mutter am 26. Oktober 2007 um 9.40 Uhr im gemeinsamen Haus in Nürtingen mit einer Bratpfanne eingeschlagen zu haben. Während die 76-jährige Geschädigte arglos im Wohnzimmersessel saß, hatte sich ihr die 42-jährige arbeitslose Tochter von hinten genähert und sie mit dem Küchengerät an den Schultern getroffen. Das Opfer hatte daraufhin tagelang unter Schmerzen gelitten und zahlreiche blaue Flecken davongetragen. Richterin Sabine Lieberei fällte ein mildes Urteil: Das Verfahren wurde mit der Auflage eingestellt, dass die Angeklagte lediglich 100 Arbeitsstunden gemeinnütziger Arbeit leisten muss. Die Beweisaufnahme hatte gezeigt, dass es sich um eine Affekt-Tat und nicht um eine gezielte Misshandlung einer wehrlosen Person handelte.


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