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Mit Blütenpracht die Rebhühner schützen

15.07.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gemeinde richtet Schutzzonen für die seltenen Vögel ein

WOLFSCHLUGEN (pm). Seit diesem Frühjahr sind auf mehreren Äckern auf Wolfschlüger Gemarkung farbenfrohe Einsaaten zu sehen. Was hat es damit auf sich?

Der Filderraum ist seit Urzeiten Ackerbaugebiet. Die kleinteilige Flur mit wenigen, mosaikartig verteilten Feldgehölzen, Hecken und Gebüschen war lange Zeit ein Eldorado für eine mittlerweile sehr selten gewordene Vogelart – das Rebhuhn. Diese sich hauptsächlich auf dem Erdboden aufhaltende Art ernährt sich von Insekten und Samen, die sie auf den Äckern, Altgrasstreifen, Brachen und Feldrainen vorfindet. Auch offene Bodenstellen zum „Baden“ werden aufgesucht. Der Lebensraum des Vogels ist weitläufig. Die Filder ist aufgrund dieser günstigen landschaftlichen Voraussetzungen einer der wenigen „Hotspots“ der Art in Baden-Württemberg, dessen zentraler Bereich die Ackerflächen im Süden und Westen der Gemarkung Wolfschlugen sind, zusammen mit Flächen auf Grötzinger, Harthäuser und Sielminger Gemarkung.

In den letzten Jahren ist das Rebhuhn jedoch stark rückläufig. Zum einen führte der starke Rückgang an landwirtschaftlichen Betrieben zu einer Vereinheitlichung der Feldflur. Zum anderen setzen Füchse und freilaufende Hunde auf dem kleiner gewordenen Lebensraum den Tieren und ihren Gelegen zu. Ohne Gegenmaßnahmen hat die Art im Filderraum kaum eine Überlebenschance und droht zu erlöschen. Aktuell sind nur noch einzelne Individuen vorhanden.


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