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Mehr Rechte für private Schuldner

13.08.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Verbraucherinsolvenz ermöglicht es überschuldeten Personen, einen Ausweg zu finden – Hoher Beratungsbedarf

Seit zehn Jahren gibt es die Möglichkeit der Verbraucherinsolvenz. Die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung im Landkreis Esslingen beschreibt, wie sich die Beratung von überschuldeten Menschen durch die neue Insolvenzordnung geändert hat.

(pm) Nach Aufhebung des Kreditwerbungsverbots wurden in den 1970er- und 1980er-Jahren der breiten Masse der Bevölkerung zunehmend freizügig Kredite für private Anschaffungen angeboten und vermittelt, darunter in den 1980er-Jahren von so genannten „Drei-Buchstaben-Banken“ Ratenkredite mit häufig sittenwidrigen Zinsen. Zur Absicherung der Kredite ohne faktischen Gegenwert dienten Vereinbarungen mit oftmals ungültigen Vertrags- und Abtretungsklauseln oder die Mitverpflichtung Dritter sowie die Bürgschaftsverpflichtung mitunter nicht zahlungsfähiger Dritter.

Kreditnehmer – und in der Folge auch Mitverpflichtete oder Bürgen – gerieten bei unvorhergesehenen Störungen der Schuldentilgung, etwa durch Arbeitslosigkeit, Geburt eines Kindes oder Krankheit, in ausweglose persönliche Schuldverstrickungen. Trotz oft jahrelanger Ratenzahlungen gab es für viele Schuldner keine Aussicht auf Tilgung, da die Zahlungen von Kosten und Zinsen aufgefressen wurden und die Hauptforderung selbst überhaupt nicht getilgt wurde.


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