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Landwirtschaft in der NS-Zeit

02.07.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vortrag zur Ausstellung im Freilichtmuseum

BEUREN. Im Freilichtmuseum gibt es am Sonntag, 5. Juli, 11 Uhr, einen Vortrag über die Mechanisierung der Landwirtschaft in der Zeit des Nationalsozialismus. Der Referent Dr. Klaus Herrmann, Leiter des Deutschen Landwirtschaftsmuseums der Universität Hohenheim, zeigt unter dem Titel „Maschinen braucht das Land – Mechanisierung der Landwirtschaft 1933–1945“ auf, wie sich mit der nationalsozialistischen Machtübernahme im Jahr 1933 die landwirtschaftlichen Produktionsbedingungen veränderten.

Wo zuvor mechanisiert wurde, triumphierten nun die Vorstellungen von „Blut und Boden“. Sie gingen einher mit einer kritischen Bewertung von Landmaschinen und Traktoren, vereinzelt kam es zum „Maschinensturm“. Doch bereits 1934 wurde erkannt, dass Ideologie allein nicht satt macht. „Erzeugungsschlachten“ waren nur zu gewinnen, wenn ausreichend Maschinen und Zugmaschinen zur Verfügung standen. So förderte der NS-Staat ab 1936 die Landtechnik, richtete Musterbetriebe ein und organisierte Vergleichsprüfungen für Kleinschlepper.

Ab 1939 standen alle Mechanisierungsbemühungen im Zeichen des Krieges. Die Industrie entwickelte Maschinen, die, wie beispielsweise Holzgastraktoren, als „Erzeugnisse der Not“ fungierten. Auch wurden Frauen und Kinder vermehrt zu Landmaschinenbedienern ausgebildet.


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