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Landrat und Verantwortung

16.12.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Reimund Ostermann, Nürtingen. Zum Artikel „Landkreis setzt Millionen in den Sand“ vom 6. Dezember. Da wurde verspekuliert und dort wurde eine Kündigung vergessen und schon sind höchstwahrscheinlich mehr als vier Millionen Euro Steuergelder „in den Sand gesetzt“. Der Chef, das heißt der Landrat, gibt sich zerknirscht, aber er ist nicht bereit, dafür die Verantwortung zu übernehmen.

Meines Erachtens darf dies nicht so sein. Natürlich muss ein Chef delegieren und sich auf seine Mitarbeiter verlassen können. Aber er sollte für die Kompetenzen und Strukturen sorgen, sodass Fehler und Schäden frühzeitig erkannt und korrigiert werden. Ich plädiere zwar für eine Fehlerkultur, aber diese muss eingebettet sein in eine Sicherheits- und Verantwortungsstruktur, sodass das Schlimmste vermieden wird. Dafür hat meines Erachtens der Chef zu sorgen.

Ein Fehler im Cockpit eines Flugzeugs muss umgehend vom Copiloten oder von der Flugüberwachung erkannt werden, sonst droht der Absturz. Ein Chirurg muss umgeben sein von einer Struktur der Zuverlässigkeit und Kompetenz, sonst droht der Exitus. Wir Menschen sind fehlerhaft, das wird meines Erachtens in unserer scheinbar so perfekten Welt gerne übersehen, daher bedarf es Strukturen und Verantwortungsebenen, die dies auffangen und korrigieren können.


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