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Kunststoffe im Wandel der Zeiten

04.12.2019 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vortrag in der Reihe „Kompass grün“ an der Neckartenzlinger Auwiesenschule

Um „Kunststoffe – pro und kontra“ ging es in der Reihe „Kompass grün“ an der Neckartenzlinger Auwiesenschule. Professor Frank Huster ging in seinem Vortrag zunächst auf die Geschichte der Materialien ein.

NECKARTENZLINGEN (pm). Bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts versuchte man, selten gewordene Rohstoffe wie Elfenbein oder Seide durch künstlich hergestellte Materialien zu ersetzen. Kautschuk beispielsweise diente als Basis für Gummi. Heute würde man solche Kreationen sogar als „Bio-Kunststoffe“ bezeichnen, so Huster. Kunststoffe waren damals so selten und begehrt, dass sogar Schmuck und hochwertige Leuchtenbauteile daraus gefertigt wurden.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts folgten weitere Erfindungen. Bakelit und Plexiglas, später Nylon, stehen für Markennamen aus dieser Zeit. Die ersten Nylonstrümpfe waren begehrte Produkte in der Nachkriegszeit.

Erst zu Beginn der Fünfzigerjahre beschleunigten sich durch viele weitere Kreationen und neue Produktionstechniken die Mengen in der Herstellung. In der Folge stieg die Menge der produzierten Kunststoffe zu der unvorstellbaren globalen Größe von etwa vierhundert Millionen Tonnen im Jahr 2018.


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