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Kultivierende Rahmengebung

01.06.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kai Hansen, Nürtingen. Zum Artikel „Vorwurf: Baudezernat lässt Zügel schleifen“ vom 30. Mai. Herr Erwerle ist verantwortlich für die Entwicklung des Stadtbildes. Damit hat er einen wichtigen Anteil an der Entwicklung von Lebensqualität in Nürtingen. Er muss nicht „reagieren“, sondern diejenigen, die bauen wollen – was ja auch sein Recht hat –, müssen sich an einen der Lebensqualität in Nürtingen dienlichen Gesamtplan halten. Seit Jahren fehlt hier das gesunde Maß und Ziel, deshalb kann Herr Erwerle wiederholt äußern, dass sich „die Ansprüche und der Bedarf an Wohnraum . . . in den letzten Jahrzehnten eklatant geändert haben“ und man „reagieren“ müsse.

Die Leitung der Stadt stochert herum und riskiert gewachsene Qualitäten und öffentlichen Raum. Ob es das für kurzsichtige Profite und Privatinteressen wert ist? Die Stadt wird davon nicht lebendiger und schöner schon gar nicht.

Wer meint, es „muss reagiert werden“, vernebelt die eigene Perspektiv- und Ordnungslosigkeit und verfällt folgerichtig einer instinktlosen Investorenlogik, die sich um Nürtingen wenig schert.

Geld allein ist geistlos, es benötigt immer eine kultivierende Rahmengebung. Das geht über den Eifer, Profite zu generieren, hinaus.


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