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Künstliche Herzklappe soll mitwachsen

13.01.2016, Von Chiara Hiller — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Chemikerin Svenja Hinderer erhielt für ihre Doktorarbeit den Deutschen Studienpreis in Berlin

Für ihre Doktorarbeit an der Universität Stuttgart wurde Svenja Hinderer aus dem Aichtal mit dem Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung ausgezeichnet. Die Doktorandin entwickelte künstliche Herzklappen, die im Gegensatz zu bisherigen Implantaten im Kindeskörper mitwachsen können.

Bundestagspräsident Norbert Lammert überreichte Dr. Svenja Hinderer den Deutschen Studienpreis in Berlin. Foto: Körber-Stiftung/David Ausserhofer

AICHTAL. „Wir versuchen, die Natur so weit wie möglich nachzuahmen“, sagt Dr. Svenja Hinderer. Der 30-Jährigen gelang es im Rahmen ihrer Doktorarbeit, ein neuartiges Herzklappen-Implantat zu entwickeln. „Bisherige Implantate wachsen im Körper nicht mit und müssen auch bei Erwachsenen nach einiger Zeit ausgetauscht werden“, erklärt Hinderer. Das von ihr verwendete Material besitzt dagegen die Eigenschaft, Stammzellen anzuziehen. Diese werden dazu angeregt, selbstständig Faserstrukturen zu bilden. So kann eine körpereigene Herzklappe entstehen, die das biologisch abbaubare Implantat ersetzt. „Durch die selbstwachsenden Klappenimplantate können auch Kinder langfristig therapiert werden“, so die Wissenschaftlerin.


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