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Kuckucksnester der Unvernunft

09.08.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Neckartenzlinger Gymnasiasten zeigen Keseys Erfolgsgeschichte

NECKARTENZLINGEN (dh). Die Theatergruppe des Neckartenzlinger Gymnasiums zeigte kürzlich die Theaterversion von Ken Keseys Erfolgsroman Einer flog über das Kuckucksnest.

Etwa im Jahr 1960 in einer Nervenheilanstalt. Streng geregelt verdämmern die schizophrenen oder katatonen Insassen ihre Tage. Dass sie nicht schrill und grob werden, verhindern Medikamente und Elektroschocks; etwas Ablenkung dürfen sie sich durch Arbeitstherapie erhoffen. Sie haben sich darauf eingestellt, dass sie lange Zeit in dieser Institution verbringen werden.

Das ist das lähmende und bedrückende Ausgangstableau des Stücks, das allein noch keine dramatische Spannung und Entwicklung böte. Die aber braucht es als Theater, das fesseln will, und sie wird erzeugt durch den Neuzugang, der die Bühne betritt: einen vitalen, Verrücktheit nur simulierenden Kleinkriminellen, der es darauf angelegt hatte, aus dem Gefängnis in die Irrenanstalt überzuwechseln. Ihm gelingt es, die Erstarrtheit dieser hermetischen Einrichtung und ihrer Patienten kräftig aufzumischen, bis auch er ihr letztlich erliegt und es zur tödlichen, tragischen Katastrophe kommt.


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