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Klassische Denkfalle

22.02.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Reinmar Wipper, Nürtingen. Zum Artikel Lebensmuster: Auf dem Weg zum Kreis vom 10. Februar. Der in Ehrfurcht geneigte Leser erfährt vor allem etwas über Kompetenzen und Prominenzen der referierenden und teilnehmenden Elite. Namen, Titel und Qualifikationen in atemloser Fülle. Die präsentierten Einsichten sind dagegen unerwartet mager und schwammig. Ein Zeitabschnitt ist keine Strecke. Kreisform im Atombau ist eine naive Vorstellung. In der Astronomie ebenfalls, wo vor allem die Ellipse, Spirale und Krümmungen auffallen. Und in der christlichen Theologie gibt es weder ein Paradies noch die Vorstellung davon als rundes Ganzes. Ganzheitlich denken klappt eher in Analogien und Netzmodellen als im Kreis. Im Kreis zu denken, wie der Nürtinger Hochschulrektor anmahnt, heißt in der Logik Zirkelschluss, eine klassische Denkfalle. Es ist willkürlich, die Zahl Drei mit dem Kreis zu parallelisieren. Die steinalte ägyptische Vorstellung von göttlicher Dreifaltigkeit kam über die jüdische Religion in die christliche. Sie legte der abendländischen Ideenwelt nahe, die Zahl Drei als vollkommen aufzufassen. Vollkommenheit in der Mathematik aber ist heute eine zahlentheoretische Definition bezüglich der Teilersumme einer Zahl.


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