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Kinder und Rohstoffe

27.06.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Andreas Ziegler, Erkenbrechtsweiler. Zum Artikel „Ärzte: Mehr tun für arme Kinder“ vom 21. Juni. Der eigentliche Clou der Meldung, nämlich die Begründung, weshalb Ärzte und Jugendhelfer mehr Mittel für bessere medizinische Versorgung und Beratung fordern, fehlt im Artikel, wurde aber am Freitag über SWR 3 in den Mittagsnachrichten verkündet: „Kinder und Jugendliche sind der wertvollste nachwachsende Rohstoff. Darin müssen wir investieren.“ Das Kind als nachwachsender Rohstoff.

Dieses Rohstoffdenken ist kein einzelner Ausrutscher. Die damalige Kirchheimer Landtagsabgeordnete Meister-Scheufelen sagte Mitte der Neunziger laut Teckboten: „Unser Rohstoff sind die Menschen.“ Die Rohstoffsichtweise, weitverbreitet, ergibt sich wie von selbst mit dem Wachsen der Distanz zum Menschen. Jeder Flieger weiß, oben werden die Menschen irgendwann zu Punkten. Dunklen Punkten.

Am 2. November 2002 blies Olaf-Obrigkeit Scholz von der SPD zum Generalluftangriff auf die Familien: „Wir wollen eine kulturelle Revolution erreichen, wir wollen die Lufthoheit über den Kinderbetten erobern.“ Ganz ruhig, Olaf, Flugzeuge stürzen ab, und Großmäuler stehen bei uns hinten bei den Kühen. Die Lufthoheit über dem Kinderbett hat bei uns immer noch der liebe Gott – und nicht die sozialdemokratische Luftwaffe.


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