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Keinen Schlafwagen durchs Land schicken

04.09.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Emil Neuscheler, Neckartailfingen. Das Ergebnis bei den drei Landtagswahlen macht wütend und traurig zugleich. Im zwanzigsten Jahr des Mauerfalls ist die politische Rehabilitierung der DDR damit weiterhin in vollem Gange. In diversen Zirkeln wird die Eingliederung Ostdeutschlands als ein Akt des aggressiven Westens dargestellt. Vergessen ist anscheinend, dass die Bevölkerung vierzig Jahre eingesperrt war, vergessen die Toten an der Mauer, vergessen, dass Moskau dieses bankrotte Staatswesen nicht mehr haben wollte und vergessen, dass Milliarden als Solidaritätsbeitrag von West nach Ost geflossen sind und heute noch fließen.

Die immer wieder zu hörende Plattitüde, in der Diktatur sei auch nicht alles schlecht gewesen, passt in diese Richtung. Natürlich brachte der unersättliche Westen nicht das Paradies in das Land zwischen Elbe und Oder, aber eine kleine Prise an Vernunft und Rückbesinnung sollte man schon erwarten können. Sicher ist manches nicht wunschgemäß verlaufen. In der vergessenen Provinz Mecklenburg-Vorpommern mit fast zwanzig Prozent Arbeitslosigkeit besteht kein Grund zum Jubeln. Auch dort, wo das unheilvolle Treiben der Treuhand Industrien zerschlagen statt aufgebaut und Arbeitsplätze vernichtet hat, kann man kaum mit Zustimmung rechnen. Aufklärung tut not und zwar von allen demokratischen Parteien.


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