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Kaltlufthalle in Altdorf bekommt einen speziellen Kunstrasenbelag

05.09.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im März dieses Jahres war der Spatenstich, im Juli wurde das Richtfest gefeiert. Es geht ruckzuck auf dem Altdorfer Wasen, wo derzeit neben dem Sportplatz die neue Kaltlufthalle entsteht, die sich die Altdorfer gewünscht hatten. Das Bauwerk misst 28 mal 50 Meter und ist spartanisch ausgestattet. Es gibt keine Heizung und keine sanitären Anlagen. „Die Duschen können die Sportler dann im Sportheim des TSV Altdorf nutzen“, sagt Bürgermeister Joachim Kälberer. Das Sahnestück wird allerdings der neue Kunstrasenbelag werden, der in Kürze verlegt wird. „Polytan Ligagras“ heißt er und er kommt ohne Granulat aus. „Wir haben uns intensiv informiert und sind mittlerweile zu wahren Kunstrasenexperten geworden“, sagt Kälberer. Im Rasen ist eine spezielle Faser eingewebt, die die künstlichen Grashalme wieder aufrichtet. Das ist nämlich die Aufgabe des Granulats. Das ist in der Anschaffung zwar teurer, hat aber den Vorteil, dass das Granulat nicht verschleppt wird und auch nicht erneuert werden muss. Unter den Rasenbelag wird eine Quarzsandschicht gelegt, die den Belag rutschfest macht. Der Rasen wird nämlich nicht verklebt, um ihn später problemlos austauschen zu können. „Ich bin mir sicher, dass dieses Modell zur Erfolgsstory wird und Nachahmer finden wird“, so Kälberer. Das Zeitfenster zur Eröffnung kann nicht ganz gehalten werden, Ende November soll die Halle betriebsbereit sein. Auch die kalkulierten Kosten von 800 000 Euro werden durch den teureren Rasenbelag leicht überschritten, eine knappe Million wird die neue Kaltlufthalle letztendlich kosten. jh

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