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Intrigenspiele im Nürtinger Rathaus

28.11.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bruno Bienzle, NT-Zizishausen. Zum Bericht „Rosenkrieg im Rathaus eskaliert“ vom 24. November: Die wenig amüsierten Nürtinger Bürger können sich nur verwundert fragen, was für merkwürdige Sitten in ihrem Rathaus herrschen und wer denn hier mit gespaltener Zunge spricht. Konnte man unlängst dem Lokalblatt aus einer Stellungnahme der Stadtverwaltung entnehmen, zwischen dem OB und seiner Stellvertreterin gebe es „keinerlei Dissens“ bei der Suche nach einer neuen Organisationsstruktur der Verwaltung, erwägt Otmar Heirich nun „rechtliche Schritte“ gegen Claudia Grau. Den Schwarzen Peter hat – wie so oft – der Gemeinderat in Händen. Lehnte dieser doch jüngst im Verwaltungsausschuss die laut Bürgermeisterin mit dem OB abgestimmte Höhergruppierung eines leitenden neuen Mitarbeiters ab – wohl in Unkenntnis der Vorgeschichte, die der Sitzungsleiter Heirich den Räten offenbar vorenthalten hatte. Da es an diesem mehr als befremdlichen Vorgang gleich mehrere Beteiligte gibt, sollte sich auch ohne kriminalistischen Spürsinn und die Einschaltung der Kommunalaufsicht feststellen lassen, wer hier mit gezinkten Karten spielt. Fest steht derweil schon eines: Den Schaden hat Nürtingen insgesamt, präsentiert sich das hiesige Rathaus doch als Ort von Intrigenspielen und Fallenstellerei.

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