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In Aichtal wird an Gefallene, Vermisste und Tote gedacht

26.11.2019 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit, in der wir mit Nachrichten aus allen Ländern und Regionen dieser Welt geradezu zugeschüttet werden, braucht es einen Tag, an dem wir innehalten können und an dem wir uns zusammen an unsere Gefallenen, Vermissten und Toten, an dem wir uns an ihr Vermächtnis und ihren Auftrag an uns erinnern und ihr Leben und Sterben in uns wachhalten“, erklärte Aichtals Bürgermeister Lorenz Kruß am Sonntag bei der Gefallenen-, Vermissten- und Totenehrung. Die Ehrung fand in Neuenhaus am Kriegerdenkmal statt und wurde vom Projektchor und dem Musikverein Neuenhaus umrandet. Kruß ging darauf ein, dass Friede keine Selbstverständlichkeit sei, sondern harte Arbeit. Pfarrerin Christine Walter-Bettinger las dazu den Text „Flüchtlinge“ von Adam Zgajewski vor. Darin wird der Wunsch nach einem anderen Planeten beschrieben, „wo es weniger ehrgeizige Generäle gibt, weniger Kanonen, weniger Schnee, weniger Wind, weniger Geschichte“. So lange wie heute habe es noch nie Frieden in Deutschland gegeben, stellte Kruß fest. Jeder müsse sich fragen, was er selbst für die Werte, auf denen unsere Demokratie aufgebaut wurde, tue. Er wolle das „Gedenken an all diejenigen am Leben halten, die für unsere Freiheit, für unseren Frieden und unsere Demokratie gekämpft und ihr Leben verloren haben“. wm

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