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Hutewald in Schlaitdorf

18.07.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Uralte Waldbewirtschaftungsform wird vorgestellt

SCHLAITDORF (pm). Ein Bild aus längst vergangenen Tagen wird im Schlaitdorfer Gemeindewald für kurze Zeit lebendig, wenn in der letzten Juliwoche eine uralte Waldbewirtschaftungsform, die Waldweide, nachgestellt wird: Ziegen weiden dann unter dem dichten Laubdach von alten, knorrigen Eichen. Förster Jürgen Ernst ist am Freitag, 1. August, vor Ort und erläutert zwischen 16 und 18 Uhr allerhand Wissenswertes zu der historischen Waldweide.

Historisch betrachtet haben die Schlaitdorfer und ihre Zeitgenossen weniger die Ziege als vielmehr regelmäßig die Sau rausgelassen. Im Zentrum der Waldweide stand nämlich stets die Schweinemast. Alljährlich im September wurden die Schweine in den Wald getrieben, damit sie sich dort an Bucheckern und Eicheln gütlich tun konnten. Diese Art der Fütterung stellte eine wichtige Ressource dar. Kein Wunder, dass die Schlaitdorfer vor 500 Jahren ihr einmaliges Sonderrecht zäh verteidigten, als ihnen im Anschluss an den Aufstand des „Armen Konrads“ im Jahr 1514 verordnet werden sollte, die Schweine zukünftig nur noch in den Wald einzutreiben, nicht mehr jedoch auch Früchte herunterzuschütteln.


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