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Hungrige Habichte kreisten in der Luft

11.06.2005 00:00, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ornithologe zu Bewährungsstrafe und Geldbuße verurteilt - Greifvogel eingefangen und getötet

NÜRTINGEN. Wer nicht ein blütenreines Gewissen hat, sollte keinen Streit mit seinem Vermieter anfangen. Diese Erfahrung musste ein Ruheständler aus einer Kreisgemeinde machen. Er hatte es auf eine heftige Auseinandersetzung mit seinem Vermieter ankommen lassen, der Streit eskalierte und endete damit, dass der Vermieter zur Polizei ging und gegen den Mann, der mit ihm unter einem Dach wohnte, Anzeige wegen Verstößen gegen das Natur- und Tierschutzgesetz erstattete.

Er war seinem Mieter schon lange auf die verbotenen Schliche gekommen. Der Mann hatte mit einer selbst gebauten Falle Habichte gefangen, sie getötet, präpariert und ausgestopft. Damit das Federkleid der Greifvögel keinen Schaden litt, was bei der Präparation abträglich gewesen wäre, hatte er den Tieren mit eigener Faust die Luft abgeschnitten und sie so einen minutenlangen Todeskampf erleiden lassen.

Bei der Verhandlung des Falles am Nürtinger Amtsgericht lautete die Anklage auf Verstöße gegen das Naturschutz- und Tierschutzgesetz sowie auf Jagdwilderei in einem besonders schweren Fall. Habichte sind geschützt, weil es sie nicht mehr im Übermaß gibt und weil sie hierzulande einen natürlichen Teil der Umwelt bilden. Ganz anders beurteilte der Angeklagte die Situation.


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