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„Gib mir eine Chance“

19.06.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Auf dem Plakat, das auf die diesjährige Woche der Diakonie und auf den morgigen Diakonie-Sonntag hinweist, ist ein kleines Mädchen zu sehen, das über den Lenker seines Dreirads hinweg uns anschaut mit zurückhaltendem und zugleich erwartungsvollem Blick. Die Kleine spricht nicht, sie bettelt nicht, sie fordert nicht, aber ihre erwartungsvollen Augen sprechen. Die Bildüberschrift zeigt, was sie denkt und empfindet: „Gib mir eine Chance“.

Sie weiß, dass sie die Fähigkeit hat, das Leben zu bewältigen. Aber sie muss die Chance dazu bekommen. Das ist die Aufgabe von Erziehung und Bildung, also auch von Familie, Staat und Kommune. Und das setzt sich auch die Diakonie zum Ziel: Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen oder im Schatten von Krankheit oder Ungerechtigkeit, eine Chance zu geben, damit sie mit ihrer Kraft und mit ihren Möglichkeiten ihr Leben meistern und gestalten können. Diakonie will Menschen die Chance auf Teilhabe und Gerechtigkeit geben und dazu helfen, diese Chance auch politisch einzufordern. Es ist ganz unverständlich, dass das Sparpaket der Regierung Hartz-IV-Empfängern das Elterngeld streichen will; statt Chancen zu vergrößern oder wenigstens zu erhalten, sollen diese Chancen nun kassiert und gekappt werden. Reichtum braucht ein Maß und Armut eine Grenze, das sollte auch bei dem dringend notwendigen „Sparen“ ein Maßstab sein!


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