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Genreis auf dem Tisch

23.09.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jedesmal, wenn Fachleute und Umweltschützer vor den Gefahren der grünen Gentechnik warnen, werden sie als Panikmacher und Chaoten beschimpft, die die Entwicklung der Wirtschaft und der Wissenschaft mutwillig verhindern. Das Auftauchen von Genreis in mehreren Fällen zeigt, wie recht sie haben. Im chinesischen Fall scheint es sich um skrupelloses Missachten von Vorschriften und illegalen Anbau zu handeln. Es werden sich immer Wissenschaftler finden, die für Geld und Ruhm auf ethische und moralische Grenzen pfeifen.

Im Fall USA-Reis ist offensichtlich der noch erschreckendere Fall eingetreten, vor dem schon lange gewarnt wurde: Die Gentechnik ist außer Kontrolle geraten, der Geist ist aus der Flasche. Aventis, von Bayer aufgekauft, hatte bis 2001 in USA mit der Genreissorte experimentiert, die jetzt unsere Lebensmittel verseucht.

Laut Aussagen von sogenannten Experten dürfte diese Sorte eigentlich gar nicht mehr existieren, nur der Genreis weiß davon nichts. Der hat sich inzwischen munter weiter vermehrt und ausgekreuzt. So viel zum Thema: Die Gentechnik berge keinerlei Gefahren und sei unter wissenschaftlicher Kontrolle. Die Natur fragt nicht nach theoretischen Risikoabschätzungen und Zulassungen. Es gibt unendlich viele Beispiele dafür, dass Eingriffe des Menschen in die Natur fast immer schiefgehen, weil nie alle Folgewirkungen vorhersehbar sind, bei einem so sensiblen Bereich wie der Gentechnik schon gar nicht.


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