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Genmais und Bienen

10.08.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dr. Herbert Pfeifer, Nürtingen. Über die Versuche mit gentechnisch verändertem Mais ist in letzter Zeit wiederholt berichtet worden, zuletzt am 2. August über die Erstattung einer Strafanzeige der Attac-Gruppe durch Imkermeister Binder. Ergänzend dazu ist bemerkenswert, dass das Verwaltungsgericht Augsburg Anfang Mai der Klage eines Imkers in vollem Umfang stattgegeben hat, der durch den Anbau von gentechnisch verändertem Mais MON810 des Saatgutherstellers Monsanto eine Verunreinigung seines Honigs befürchtete. Hinter dieser Klage stand die Vereinigung für wesensgemäße Bienenhaltung, Mellifera. Wie berichtet wird, hat das Gericht erhebliche Mängel in der bisherigen Zulassungspraxis der Behörden aufgedeckt. Weiter habe es klargestellt, dass für Honig ein Grenzwert von null Prozent gelte, sodass ein einziges Pollenkorn im Honig seinen Verkauf und Verzehr verbiete. Schließlich habe das Gericht die Landwirtschaftskammer in Bayern aufgefordert, MON810 vor der Blüte ernten zu lassen oder mit wiederholtem Abschneiden der Maisfahnen das Sammeln durch die Bienen unmöglich zu machen. Der Abstand eines Bienenhauses von ein bis zwei Kilometern zu den Äckern mit GV-Mais genüge nicht, eine Verunreinigung zu verhindern. Abschließend sei daran erinnert, dass das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit der Firma Monsanto den Verkauf der genannten Maissorte mir sofortiger Wirkung verboten hat, wie in dem Bericht vom 2. August bereits erwähnt wurde. Demnach müssen die bisher üblichen Unbedenklichkeitserklärungen objektiv falsche Informationen für Landwirte, Verbraucher und Imker gewesen sein.


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