Nürtingen

Gemeinsam viel erreicht

18.07.2019, Von Anneliese Lieb — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Abschied mit Wehmut, aber auch einem gewissen Stolz

NÜRTINGEN. Es war eine Abschiedsrede mit einem Kloß im Hals und Tränen in den Augen. Otmar Heirich, ganz Mensch, machte am Dienstag keinen Hehl daraus, dass ihn, je näher das Ende seiner Amtszeit rückt, Wehmut befällt und ihm der Abschied von der Spitze der Stadtverwaltung nicht leichtfällt. Auch wenn die Auseinandersetzungen in der Ratsrunde oft lebhaft und kontrovers waren, so bleibt ihm aber auch viel Einstimmigkeit in Erinnerung.

Otmar Heirich nutzte am Dienstag am Ende der Ratssitzung die Gelegenheit, Dank zu sagen für eine „meist gute Zusammenarbeit im Gemeinderat“. Sorge mache ihm aber, so der 68-Jährige, dass die Kompromissfähigkeit der einzelnen Fraktionen und Gemeinderäte nach seiner Einschätzung nachgelassen habe „und auch die Akzeptanz von demokratisch getroffenen Entscheidungen nicht mehr selbstverständlich ist“. Darin sieht er, nicht nur auf Nürtingen bezogen, eine drohende Destabilisierung der demokratischen Struktur, „mit der wir eigentlich seit 1949 gut gefahren sind“. Am rechten und linken Rand des politischen Spektrums würden Einrichtungen und Organisationen und deren Entscheidungen immer mehr in Frage gestellt. „Verachtung demokratischer Strukturen ist der Nährboden für radikale Strömungen. Das sollte uns allen zu denken geben“, so seine mahnenden Worte.


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