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Gegen Tierversuche

10.06.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Udomar Rall, Nürtingen. Zum Artikel „Zahl der Tierversuche soll drastisch steigen“ vom 4. Juni. Befürworter von Tierversuchen argumentieren, dass das Wohl der Menschen über dem Wohl der Tiere stehen müsse und Tierversuche gerechtfertigt seien mit dem Blick auf Kranke, deren Rettung oft ein Medikament sei, das nur mit Hilfe von Tierversuchen entwickelt werden könne.

Das Argument leuchtet ein. Tatsächlich ist das kein einfaches Thema. Doch zu Recht hat die Gesellschaft ein schlechtes Gewissen dem Tier gegenüber, das aber weitgehend verdrängt wird. Welches Recht haben wir, einer anderen Kreatur in voller Absicht grausamstes Leid zuzufügen, um eigenes Leid zu vermindern, das insbesondere oft vermeidbar wäre (falsche Lebensweise)?

Sklaverei, Völkermord, Massentierhaltung, Tierversuche: Alles ein Mangel an Ethik. Schließlich wurde lange Zeit nichts oder sehr wenig getan, Tierversuche zu vermeiden oder zu ersetzen. Im Gegenteil, unnötige Versuche wurden und werden massenhaft gemacht. Meine Überzeugung ist folgende: Hätte der Mensch mehr Ethikbewusstsein gehabt, hätte er sowohl schon eher eigenes Leid im Vorfeld vermieden als auch auf Tierversuche verzichtet. Dafür hätte er eine bessere Qualität von Medikamenten und Chemikalien geschaffen mit weniger negativen Begleiterscheinungen.


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