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Gedenksteine für Wolfschlüger Naziopfer

05.08.2015, Von Gerlinde Ehehalt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Auf dem Waldfriedhof soll nach dem Willen des Gemeinderats Euthanasieopfern gedacht werden

Der Gemeinderat Wolfschlugen stimmte in seiner letzten Sitzung der Verlegung von Gedenksteinen für Euthanasieopfer auf dem Waldfriedhof zu.

Irene und Günter Kaßberger präsentieren ein Foto von Karl Balz und der Familie.  Foto: Ehehalt
Irene und Günter Kaßberger präsentieren ein Foto von Karl Balz und der Familie. Foto: Ehehalt

WOLFSCHLUGEN. „Ich habe nie etwas davon gehört, dass Menschen aus Wolfschlugen in Grafeneck umgebracht worden sind“, wunderte sich Gemeinderat Karl Münzinger über das gewichtige Thema auf der Tagesordnung, das in der letzten Sitzung das Gremium sehr betroffen machte.

Und doch ist es traurige Realität. Unter den 10 654 Opfern der Euthanasie-Morde in Grafeneck waren nach den Recherchen von Irene und Günter Kaßberger auch Menschen aus Wolfschlugen. Das Ehepaar aus Unterensingen setzte sich mit Bürgermeister Matthias Ruckh schon im vergangenen Jahr in Verbindung und bat um Unterstützung bei ihrem Vorhaben, auf dem Waldfriedhof von Wolfschlugen Gedenksteine für Eu-thanasieopfer zu verlegen. Damit soll an das grausame Geschehen während der Nazizeit erinnert werden, bei dem reihenweise körperlich und geistig behinderte sowie psychisch kranke Menschen umgebracht wurden.


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